Die irische Legende für alle Verliebten:

In Claddagh, einem kleinen Fischerdorf im Westen Irlands (heute Vorort von Galway), lebte etwa von 1660 bis 1737 Richard Joyce. Richard Joyce fuhr wie viele andere jeden Tag zum Fischfang hinaus auf die offene See. Dort wurde er kurz vor seiner geplanten Hochzeit, gemeinsam mit anderen Männern seiner Familie, von Piraten entführt und an der fernen Küste von Nordafrika an einen Goldschmied als Sklave verkauft. Er erlernte schnell das Handwerk seines Herrn und führte es zur Perfektion. Sein Meisterstück dabei war ein Ring, den er in Sehnsucht nach seiner fernen Verlobten und im festen Glauben an seine Rückkehr zu ihr schuf.

Jeden Tag nahm er etwas Gold von seinem Herrn dem Goldschmied. Nach Jahren der harten Arbeit in der Sklaverei hatte er genug Gold zusammen und schuf daraus den "berühmten Ring" für seine Liebste. Er hoffte und betete jeden Tag dafür, dass er eines hoffnungsvollen Tages seine Liebste wieder in die Arme schließen konnte. Es ist nicht genau überliefert, ob Richard aus der Sklaverei entfloh oder ob er entlassen wurde. Letztendlich kam Richard frei und machte sich auf den langen Weg nach Hause, nach Irland. Dort hatte seine Liebste die ganze Zeit auf ihn gewartet und für seine Rückkehr gebetet. Am Tag seiner Rückkehr schenkte Richard seiner Liebsten den von ihm geschaffenen Ring.

Das als Ring verarbeitete Symbol zeigt zwei Hände, die ein Herz halten und darüber schwebt eine Krone. Das Herz steht für Liebe, die Richard half die Sklaverei zu überstehen. Die Krone steht für seine unsterbliche Treue und die beiden Hände für Freundschaft und Vertrauen. Die ältesten vorhandenen Ringe tragen die Signierung R.I. und ein Juwelier namens Richard Ioyes (gälisch für Joyce) gilt als nachgewiesen. Die Signatur
zeigt überdies noch einen Anker, das Symbol für Hoffnung.

Für viele Iren wird er gerne als Hochzeitsring verwendet.

 

Die Legende der Waldkapelle

nach Ignaz Storm:

Man erzählt sich von einer Räuberbande des Zerrewaldes, deren Raubzüge sich über das ganze Mürztal erstreckten. So plünderten sie eines Tages eine Marienstatue und verloren sie auf ihrer Flucht hier an diesem Ort. Herumziehende Hirten kamen durch das Gebiet und ließen ihre Schafe hier weiden. Während sie sich unterhielten, beobachteten sie ihre Schafe, wie diese sich zusammendrängten und letztendlich auf die Knie ihrer Vorderläufer fielen. Um der Usache für das merkwürdige Benehmen ihrer Schafe auf den Grund zu gehen, sahen sie nach und entdeckten eine Marienstatue. Sie brachten sie in das Kirchlein ihrer Wohnstätte, wo auch eine Quelle floss, der man heilende Wirkung nachsagte. Heute steht die Marienstatue am Hochaltar der ortsansässigen Kirche in Spital am Semmering. Zur Erinnerung an den Ort,  wo die Statue gefunden wurde, bauten die Hirten ein Holzkirchlein, die heutige Waldkapelle (s. Bild li,)


 

Die Legende der

Gaißschlagermühle

 

Die Legende der Kaufmannin bei der Gaißschlagermühle nach den Erzählungen von Karl Perner und Maria Schwarz im Sommer 1991.

 

Im Kaltenbachgraben, in der Gegend der romantischen Gaißschlagermühle, soll, so weiß die Sage, bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts die sogenannte Kaufmannin, ein angsteinflößendes Gespenst, ihr Unwesen getrieben haben. Die Kaufmannin war zu Lebzeiten Gastwirtin auf dem Gasthof zum „Weißen Schwan“ im Ortszentrum von Spital am Semmering, dem damaligen Postgasthof, gewesen. Mit vollem Namen hieß sie Barbara Kaufmann und erwarb 1826 gemeinsam mit ihrem Mann den Gasthof. Da sie, wie erzählt wird, zu Lebzeiten Grenzsteine vom Kaltenbachgraben aufwärts in Richtung Hocheck zu ihren Gunsten versetzt haben soll, wurde sie nach ihrem Tod dazu verurteilt, als Gespenst keine Ruhe zu finden. Es wurde oft von vorbeigehenden Wanderern auf Grenzsteinen oder Baumstämmen nahe der Gaißschlagermühle hockend und dabei ganz erbärmlich jammernd gesichtet, ja manchmal kam es sogar vor, dass es auf einem glühenden Baumstamm sitzend die ehemaligen Grundgrenzen entlangreiten musste. Eines Tages musste der Gaißschlager Bauer am späten Abend noch in seiner Mühle im Kaltenbachgraben arbeiten und hatte seinen Hund mitgenommen. Als die Kaufmannin nahe der Mühle erschien, soll der Hund mit eingezogener Rute bis zum Bauernhof hinauf davongelaufen sein. Der ganze Spuk bei der Mühle fand erst sein Ende, als der Spitaler Pfarrer dort eine nicht näher überlieferte sakrale Handlung vollzog. Der Ort rund um die Mühle wurde aber während der Nachtzeit trotzdem noch viele Jahre gemieden. In Wahrheit lebte tatsächlich eine Barbara Kaufmann seit 1823 als Schwanenwirtin in Spital am Semmering und besaß Grundstücke im Kaltenbachgraben. Sie verstarb am 12. Juni 1851 um 4 Uhr nachmittags an Asthma und Lungenkrampf.

 

Irische Schriftsteller, die im Roman vorkommen:

Jonathan Swift, Poems, Stellas Geburtstag

William Shakespeare, Romeo und Julia, Der widerspenstigen Zähmung

Samuel Becket, Warten auf Godot

 


The Long Room, eine beeindruckende Bibliothek mit über 6 Millionen wertvollen Büchern.


Traditionen:

Uilleann Pipes

Der Name des irischen Dudelsacks. Sie wird über einen mit dem Ellbogen betätigten Blasebalg mit Luft versorgt. Der Klang ist daher zarter und weicher, als die Highland Bagpipes.

 


Historisches:

Das Trinity College, an der Maire und die O´Briens studieren, ist die älteste Universität in Irland, gegründet 1592. Die zählt zu einer der ältesten der Welt. Der im alten Stadtzentrum gelegene historische Campus zieht alljährlich tausende von Touristen an. The Long Room, die älteste Bibliothek mit ihren 64 m Länge wurde 1732 erbaut und enthält über 6 Millionen Exemplare wertvollster Bücher. Er enthält einen Lesesaal für frühe Drucke, einen Handschriftenlesesaal und das berühmteste, mittelalterlichste Manuskript: Das „Book of Kells“.  

Der Kampanile, unter dem Trahern Maire das Amulett schenkt ist 30 Meter hoch und stammt aus dem Jahre 1853. Eine abergläubische Theorie besagt, dass jeder Student, der den Glockenturm während des Läutens durchquert, das Examen nicht bestehen würde.

Der Trinity Ball, an dem Maire und Trahern teilnehmen, findet alljährlich statt und gilt als größte Privatparty Europas. Im Jahr 2016 wurde der Ball zum 57. Mal abgehalten.

Viele irische Schriftsteller, wie Samuel Beckett, James Ussher und Jonathan Swift, die im Buch vorkommen, haben hier an dieser Universität studiert.

Auch die Societies, die sogenannten Gesellschaften, wie die HIST = historische Society oder DUHAC = Dublin Heritage Athletic Club, an denen Liz und Emily teilnehmen und auch später Maire Mitglied wird, existieren auch in Wahrheit an der Universität.